Stadtmarketing nahm Badens Zukunft ins Visier
Im Rahmen der Generalversammlung des Vereines „Stadtmarketing Baden“ bot Univ. Prof. Dr. Peter Schnedlitz einen auf wissenschaftlichen Studien basierenden Vortrag, der nicht nur aufschlussreiche Einblicke in die aktuellen Entwicklungen der Wirtschaft bot, sondern auch konstruktive Ansätze für die Stadt Baden eröffnete. „Ärmel aufkrempeln und Neues, Junges zulassen“, sollte künftig die Devise sein.
Am Ende eines gleichsam vielfältigen wie auch aufschlussreichen Vortrages zog Schnedlitz ein auf Baden bezogenes Resümee: „Marktforschungen haben ergeben, dass folgende Punkte entscheidend sind, damit eine Stadt wirtschaftlich erfolgreich reüssieren kann: genügend Parkplätze im Zentrum, große Verkaufsflächen, ein möglichst reicher Branchenmix, eine hohe Erlebnisqualität und ein koordiniertes Miteinander der einzelnen Wirtschaftstreibenden“. Auf die Frage aus dem Auditorium, wie er denn nun die konkrete Situation Badens beurteile, antwortet er ohne zu zögern: „Dieser Stadt fehlen internationale Geschäfte wie ein H&M – Baden bräuchte, um nicht den Anschluss zu verlieren, mehr Läden, welche auch der Jugend ein gewisses Lifestyle-Gefühl vermitteln“. Ganz bewusst appelliert Schnedlitz an die Anwesenden: „Wir dürfen ganz einfach nicht zulassen, dass sich in unserer Stadt biedermeierliche Selbstzufriedenheit breit macht!“
Im Anschluss an diesen Programmpunkt präsentierte der Verein „Stadtmarketing“ die Bilanz des abgelaufenen Jahres. Obmann Dr. Christian Prokopp berichtete, „dass sich das Offenhalten an den Sonntagnachmittagen für uns leider nicht bewährt hat und wir daher Mitte des Jahres 2005 beschlossen haben, damit aufzuhören“. Ganz im Gegensatz dazu erwies sich die „Badener Schatzsuche“ als absolute Erfolgsaktion, „sowohl das Echo aus der Wirtschaft, als auch die Rückmeldungen der Kunden selbst waren durchwegs positiv“, freut sich Prokopp, „und wir werden die Schatzsuche daher auch im Jahr 2006 wieder durchführen“.
Bezüglich der „Badener Engelsgalerie“ zeigt man sich ebenfalls optimistisch: „Wir sind fest überzeugt davon, dass sich Baden in ein paar Jahren als ,Stadt der Engel’ etabliert haben wird“, so Uli Alfons. „Inwieweit wir die Aktion für die Zukunft adaptieren werden, möchten wir gemeinsam mit den Künstlern erarbeiten“. Als letzter Programmpunkt stand schließlich die Wahl des Vorstandes auf dem Programm. Dr. Christian Prokopp wurde dabei als Obmann bestätigt, als seine Stellvertreterin wurde Nora Wallner bestätigt. ...
Quelle: Badener Zeitung vom 24. Januar 2006