Badener Adventmeile soll auf Topniveau gebracht werden

 

zurück

Ideen und Kompromisse bei zweiter Advent-Diskussion

Bereits vor einigen Wochen lud das Wirtschafts- und Tourismusreferat zu einem Diskussionsabend zum Thema Adventmeile 2008. Aufgrund der damaligen, teils hitzigen, Debatten und nach einer neuerlichen Nachdenkphase traf man sich nun zum zweiten Mal im Kornhäuslsaal des Grand Hotel Sauerhof. Die Diskussion war erneut hitzig, doch am Ende standen ein Konsens und viele neue Ideen.

Das Interesse war, wie schon beim letzten Mal, erfreulich hoch. Rund 50 Wirtschaftstreibende waren der Einladung gefolgt und beteiligten sich aktiv an der Diskussion. Gleich zu Beginn stellte Sophie Lesch ihr bereits bekanntes Konzept vor, das Baden als „Stadt der guten Taten“ bekannt machen soll. Allerdings in etwas abgeänderter Form. „Vom Kindergarten bis zur Stadtgemeinde werden alle aufgerufen sein, Gutes zu tun. Dabei muss es sich nicht um monetäre Gaben handeln. Man kann genau so gut Zeit schenken. Es soll einfach für Menschen aus Stadt und Bezirk Baden etwas Gutes getan werden“, so Lesch.

Parallel dazu sollen 24, von Künstlern, gestaltete Gabentische zum Thema „Gedeckter Weihnachtstisch“ in ganz Baden zum Nachdenken anregen. „Ich höre die Frage nach dem Nutzen für die Wirtschaft schon förmlich im Raum“, eröffnete Bgm. LAbg. Erika Adensamer die anschließende Diskussion. „Das Konzept soll bei den Menschen positive Emotionen erwecken und die Menschen nach Baden locken. Das können wir für Sie tun, die einzelnen Waren, muss jeder selbst präsentieren“, so Adensamer.

In weiterer Folge entwickelte sich eine konstruktive Diskussion, in der über Themen wie die Vereinbarkeit von Konsumkritik und Weihnachtseinkäufen, die Bekanntmachung der Kunstaktion und wie man als Wirtschaftstreibender von der Aktion profitieren kann, gesprochen wurde. Erneut tauchte die Frage auf wie weit Kunst gehen dürfe, und ob man die Tische vorher zu sehen bekommt. Auch möglicher Vandalismus und Wetterfestigkeit waren ein Thema. „Selbstverständlich können wir hier als Stadtgemeinde gewisse Kriterien festlegen und sagen, was wir auf keinen Fall wollen“, so Adensamer.

Während einige der Anwesenden das Projekt als durchaus positive Abwechslung sahen, befürchteten andere, dass den Kunden durch zu viel Konsumkritik die Lust am Einkaufen vergeht. Den meisten fehlte aber die Verbindung zwischen der Kunstaktion und der Ankurbelung der Wirtschaft. „Ich finde das Thema der guten Taten wunderbar, allerdings müssen wir noch eine Verbindung oder Brücke zu uns Wirtschaftstreibenden herstellen. Ich zum Beispiel könnte mir vorstellen, eine Gruppe von Senioren aus Wien zu holen und ihnen das vorweihnachtliche Baden zu zeigen“, brachte es KR Rudolf Kadanka auf den Punkt. Kataloge, die gegen eine Spende in allen Geschäften erhältlich sind oder Bilder der Gabentische in den Auslagen, sind nur zwei der Vorschläge, die daraufhin folgten. Vor allem die Wirtschaftstreibenden der Wassergasse beurteilten die Aktion zwar als gut, beanstandeten aber, dass die Adventmeile zunehmend an Flair verliere und es größere Probleme gebe, die man in Angriff nehmen müsse.

In der anschließenden Ideensammlung hörte sich Adensamer die Wünsche und Anliegen der Wirtschaftstreibenden an und versprach, „diese Sümpfe trockenzulegen“. Mangelnde Sauberkeit, die nicht einheitliche Weihnachtsbeleuchtung und zu viel Alkoholkonsum kamen dabei ebenso zur Sprache wie der Wunsch nach mehr Kunsthandwerk, ...

Quelle: Badener Zeitung vom 10. Juli 2008

zurück

 

Members-Login:


anmelden

 

Impressum | Site by EasyInfo