Ausräumungen prägen das Stadtbild wesentlich mit
10% der befragten Bürgerinnen und Bürger sehen die Werbeständer, Wühlkisten und Präsentationstische vor Badens Geschäften positiv. Nicht weniger als 82 % sprachen sich hingegen gegen diese Art und Weise der Warenpräsentation aus. Gleich große, begrenzte Werbeflächen vor den Betrieben sowie eine einheitliche Form der Ausräumungen wurden von insgesamt 87% der Befragten angeregt.

Bauamt und Wirtschaftsreferat nehmen mit allen Geschäftstreibenden Kontakt auf. Im persönlichen Gespräch wird versucht, die Unternehmer von der Sinnhaftigkeit der Maßnahmen zu überzeugen. Im Bild die neue Wirtschaftsreferentin Monika Pühringer mit dem stellvertretenden Leiter des Bauamtes, DI Michael Madreiter (links) sowie Martin und Gerald Opermann (rechts). Foto: RaDi
„Dass Baden ein richtiges Schmuckkästchen ist, bekommen wir sehr oft als Kompliment vermittelt. Leider wurden wir in den vergangenen Jahren vermehrt mit ausufernden Warenausräumungen vor den Geschäften konfrontiert. Diese beeinträchtigen das Stadtbild massiv und haben auch den Unmut der Badener Bevölkerung erregt“, erläutert Bürgermeisterin Erika Adensamer. „Die Unzufriedenheit über diese Entwicklung bestätigte sich auch im Zuge der Bürgergespräche rund um die Neugestaltung des Hauptplatzes sowie im Rahmen eines eigenen Workshops, der im September des Vorjahres zum Thema Warenausräumungen abgehalten wurde“, fährt die Stadtchefin fort. „Deshalb hat unser Wirtschaftsreferat auch eine themenspezifische Umfrage in Auftrag gegeben, welche das Ergebnis des Work-shops eindrücklich und in unerwarteter Deutlichkeit untermauert“.
Bereits in der vergangenen Woche wurde mit den ersten Unternehmern Kontakt aufgenommen und die Ergebnisse stimmen durchaus zuversichtlich: „Alle Gespräche verliefen absolut positiv“, freut sich die Bürgermeisterin. „Einige Firmen, wie die Firma Oppermann, haben eine Reduktion der Warenausräumungen schon vorab aus eigener Initiative vorgenommen und haben auch den neuen Bestimmungen zugestimmt.“
Quelle: Badener Zeitung vom 08. April 2009